Arbeitslosenquote von Akademikern in Baden‑Württemberg bundesweit am niedrigsten

Landkreise Biberach, Tuttlingen und Enzkreis mit niedrigsten Quoten im Land

Eine gute berufliche Ausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Landesamt nach Auswertung neuester Regionaldaten der Bundesagentur für Arbeit zur Arbeitslosigkeit nach Qualifikation. Im Jahr 2016 be­saßen von den durchschnittlich 226 400 arbeitslosen Personen in Baden‑Württemberg 105 800 keine abgeschlossene Berufsausbildung (47 %), 91 300 hatten eine ab­geschlossene Berufsausbildung in Form einer betrieblichen bzw. schulischen Ausbildung (40 %), weitere 20 200 konnten eine abgeschlossene akademische Ausbil­dung vorweisen (9 %) und für die restlichen 9 200 Per­sonen (4 %) lagen keine Angaben zur Berufsausbildung vor.

Die Arbeitslosen­quote, bei der die Zahl der Arbeitslosen auf die jeweilige Gruppe der Erwerbspersonen bezogen wird, betrug bei Personen mit akademischer Ausbildung lediglich 1,9 % und bei Personen mit betriebli­cher/schulischer Ausbildung 2,6 %. Bei Personen ohne abgeschlossene Be­rufs­ausbildung lag die entsprechende Quote dagegen bei 11,5 % und damit sechsmal hö­her als bei den Akademikern. Über alle Personen­grup­pen hinweg belief sich die Arbeitslosenquote auf 3,8 %.

Das Risiko, in Baden‑Württemberg arbeitslos zu werden, ist weitaus geringer als im Durchschnitt aller Bundesländer. Bundesweit waren 2016 insgesamt 6,1 % der Erwerbspersonen arbeitslos, wobei die Arbeitslosen­quoten der Akademiker mit 2,6 % und die der Personen mit betriebli­cher/schulischer Ausbildung mit 4,2 % spürbar höher lagen als im Südwesten. In der Gruppe der Personen ohne abgeschlos­sene Berufsausbildung lag die Arbeitslosenquote in Deutschland mit 20 % sogar annähernd doppelt so hoch wie in Baden‑Württemberg.

Mit 1,9 % konnte Baden‑Württemberg gemeinsam mit Bayern unter allen Bun­desländern die geringste Arbeitslosenquote bei den Akademikern vorweisen. Unter den 44 Stadt- und Landkreisen Baden‑Württembergs war der Landkreis Biberach der Spit­zenreiter mit einer Akademiker-Arbeitslosenquote von nur 1,1 %, gefolgt von den Landkreisen Tuttlingen (1,2 %) und dem Enzkreis (1,3 %). Auffällig ist, dass in diesen Kreisen sowie im Bodenseekreis auch die Arbeitslosenquoten der übrigen Per­sonengruppen vergleichsweise niedrig lagen, sodass diese vier Kreise insge­samt ein geringes Arbeitslosigkeitsrisiko aufwiesen (Arbeitslosenquoten zwischen 2,5 und 2,8 %). Sie gehörten sogar zur Gruppe der 30 Kreise mit den bundesweit nied­rigsten Ar­beitslosen­quoten. Am unteren Ende der Skala mit den landesweit höchsten Arbeitslo­senquoten lagen die Stadtkreise, allen voran der Stadtkreis Pforzheim mit ei­ner Arbeitslosenquote von insgesamt 7,2 %, Freiburg im Breisgau (5,9 %), Mannheim und Heilbronn (jeweils 5,7 %), der Stadtkreis Baden-Baden (5,6 %). Diese Kreise wiesen auch im lan­des­weiten Vergleich der Arbeitslosenquoten nach einzelnen Personengruppen jeweils recht hohe Werte auf.

In den Stadtkreisen le­ben vergleichsweise viele Einwohner mit ausländischer Staatsan­gehörigkeit, und diese sind generell einem höheren Arbeitslosigkeitsrisiko ausgesetzt. Die oben genannten Stadtkreise zählen dabei sowohl zur Gruppe der zehn Kreise mit den landesweit höchsten Arbeitslosenquoten für Ausländer als auch zur Gruppe der zehn Kreise, in denen landesweit die ausländische Bevölkerung am stärksten vertreten ist.

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Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Pressemitteilung 201/2017

 

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