13 255 Insolvenzverfahren wurden zwischen 2009 und 2013 beendet

Verluste für Gläubiger von 1,6 Milliarden Euro – Neue Statistik über beendete Insolvenzverfahren und Restschuldbefreiung

Quelle: morguefile.com

In Baden‑Württemberg konnten von den im Jahr 2009 eröffneten 14 601 Insolvenzverfahren bis zum 31.12.2013 insgesamt 13 255 Verfahren beendet werden. Das sind 92 Prozent aller Verfahren. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes betrugen die Forderungen gegenüber den Schuldnern 1,7 Milliarden Euro. Zum Zeitpunkt der Beendigung war jedoch lediglich ein Betrag von 135 Millionen zur Verteilung an die Gläubiger verfügbar. Den Gläubigern entstanden aus den 2009 eröffneten und bis Ende 2013 beendeten Insolvenzverfahren Verluste in Höhe von insgesamt 1,6 Milliarden Euro.


In den ersten vier Jahren nach Eröffnung waren somit über 90 Prozent der Verfahren abgeschlossen. Allerdings konnten bei Unternehmensinsolvenzen nur knapp 60 Prozent der eröffneten Verfahren beendet werden. Dagegen lag der Anteil bei den Verbraucherinsolvenzen mit über 97 Prozent erheblich höher. Dieser deutliche Unterschied ist darin begründet, dass für Verbraucherschuldner ein vereinfachtes Insolvenzverfahren zur Anwendung kommt und die Verbraucherinsolvenzverfahren eher weniger komplex sind als Unternehmensinsolvenzverfahren.


Bei den 9 242 beendeten Verbraucherinsolvenzverfahren summierten sich die Forderungen auf 533 Millionen Euro. Diesen Forderungen stand lediglich ein zur Verteilung verfügbarer Betrag in Höhe von 10,4 Millionen gegenüber. So ergeben sich für die Gläubiger Verluste in Höhe von über 523 Millionen Euro.

Natürliche Personen können eine Restschuldbefreiung beantragen, so dass sie nach einer Wohlverhaltensphase von 6 Jahren schuldenfrei werden. Bei 8 937 insolventen Verbrauchern wurde eine Restschuldbefreiung angekündigt bzw. als zulässig anerkannt. Die Höhe der Forderungen an diesen Personenkreis lag bei 532 Millionen Euro. Hier sind Verluste in Höhe von 513 Millionen zu erwarten. Von den 1 934 Unternehmensinsolvenzen, die im Jahr 2009 eröffnet wurden, wurden bis Ende 2013 rund 1 150 Verfahren beendet. Die Gläubiger der insolventen Unternehmen stellten Forderungen in Höhe von über 670 Millionen Euro. Zur Verteilung war ein Betrag von 116 Millionen verfügbar. Die Deckungsquote lag mit 17,3 Prozent deutlich über der bei den Verbraucherinsolvenzen (2 Prozent).

Die Sanierung eines insolventen Unternehmens erfolgte in 107 Fällen. Dabei konnten 3 147 Arbeitsplätze gesichert werden. Dagegen konnten 979 Unternehmen nicht oder nicht erfolgreich saniert werden, bei weiteren 61 Unternehmen liegen keine Angaben zur Sanierung vor.


Quelle: Statistischen Landesamt Baden‑Württemberg, Pressemitteilung Nr. 113/2016

 

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