9 921 Anerkennungsverfahren von Berufsqualifikationen aus dem Ausland

Baden-Württemberg: 90,3 % abgeschlossene Verfahren

Im Jahr 2021 wurden in Baden-Württemberg 9 921 Verfahren auf Anerkennung einer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation bearbeitet. Von diesen konnten 8 958 Verfahren und damit 90,3 % bereits im selben Jahr abgeschlossen werden. Dies ergab die Auswertung des Statistischen Landesamtes zur Anerkennungsstatistik.

Bei mehr als acht von zehn Anerkennungsverfahren handelte es sich um reglementierte Berufe, darunter hauptsächlich Berufe im Gesundheitswesen bzw. um erzieherische und lehrende Berufe. Bei diesen lag der Anteil der bereits abgeschlossenen Verfahren sogar bei 94,1 %.

Allerdings können diese Berufe in Deutschland erst ausgeübt werden, nachdem die volle Gleichwertigkeit festgestellt wurde. Die höchsten Anteile finden sich hier im Referenzberuf Ingenieurin bzw. Ingenieur mit 96,1 % sowie in den Referenzberufen Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann und Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. Gesundheits- und Krankenpfleger mit 93,3 % bzw. 93,0 % voller Gleichwertigkeit. In den Referenzberufen Lehrerin bzw. Lehrer sowie Kinderpflegerin bzw. Kinderpfleger (staatlich anerkannt) wurde bei der Mehrzahl der Antragstellenden die Anerkennung mit einer Auflage wie beispielsweise einem Anpassungslehrgang oder einer Eignungs- bzw. Kenntnisprüfung (81,3 % bzw. 54,7 %) verbunden. Bei negativ beschiedenen Anerkennungsverfahren ist eine Ausübung des Berufs in Deutschland nicht möglich. Die mit Abstand höchste Quote hierzu findet sich mit 29,5 % im Referenzberuf Erzieherin bzw. Erzieher (staatlich anerkannt).

Während bei den reglementierten Berufen 69,7 % aller Anträge von Frauen gestellt wurden, verhielt es sich bei den nicht reglementierten Berufen umgekehrt: Hier wurden 81,1 % aller Anträge von Männern gestellt. Darunter fallen alle Ausbildungsberufe im dualen System, die ohne staatliche Zulassung ausgeübt werden können, bei denen aber nach einer Anerkennung mit größeren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu rechnen ist. Nur 16,3 % aller Anerkennungsverfahren betrafen 2021 solche Berufe und 70,7 % darunter konnten bereits in diesem Jahr abgeschlossen werden. Allerdings wurde bei den nicht reglementierten Berufen nur in 42,0 % aller Verfahren die volle Gleichwertigkeit beschieden. Bei den drei Referenzberufen mit den meisten Anerkennungsverfahren (Elektronikerin bzw. Elektroniker (ohne FR-Angabe), Kraftfahrzeugmechatronikerin bzw. Kraftfahrzeugmechatroniker und Anlagenmechanikerin bzw. Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) lag die volle Gleichwertigkeit um die Hälfte darunter (17,7 % bis 21,4 %). In denjenigen Fällen, in denen eine teilweise Gleichwertigkeit festgestellt wurde, bestanden wesentliche Unterschiede zwischen ausländischer und deutscher Ausbildung, so dass dem Anerkennungsverfahren nicht stattgegeben werden konnte.

Weiterführende Informationen

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Pressemitteilung 234/2022

 

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