Anstieg der Verbraucherpreise im November moderat

Anstieg liegt bei 0,3 Prozent - Heizöl und Kraftstoffe dämpfen den Preisauftrieb

Bild: morguefile.com

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes erhöhte sich im November 2015 der Verbraucherpreisindex nach vorläufigem Stand in Baden‑Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent. Damit lag die Teuerung gleichauf mit dem Anstieg im Oktober. Die Preissteigerung bewegt sich nun seit sechs Monaten auf einem gleichbleibend niedrigem Niveau und bleibt auch für das Gesamtjahr nur schwach ausgeprägt. Gegenüber dem Vormonat Oktober blieb die Teuerungsrate im Südwesten unverändert.


Dämpfend auf die Gesamtentwicklung wirken sich die weiterhin rückläufigen Preise bei Heizöl (minus 19,1 Prozent) und Kraftstoffen (minus 9,3 Prozent) aus. Bei den Kraftstoffen war dabei der Preisrückgang bei Diesel (minus 10,5 Prozent) stärker ausgeprägt als bei Superbenzin (minus 8,7 Prozent). Auch bei anderen Energiearten war die Entwicklung rückläufig. So verbilligte sich Gas um 1,0 Prozent und Fernwärme wurde um 0,8 Prozent billiger. Noch stärker war der Preisrückgang bei Brennholz bzw. Holzpellets (minus 1,3 Prozent). Dagegen gab der Strompreis nur geringfügig nach (minus 0,1 Prozent).


Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Vergleich zum November des Vorjahres um 1,6 Prozent. Spürbar zugelegt haben insbesondere die Preise für Obst (14,1 Prozent) und Gemüse (9,3 Prozent). Deutlich verteuert haben sich hier unter anderem Lauch bzw. Sellerie (55,5 Prozent), Mandarinen (32,1 Prozent), Äpfel (21,0 Prozent) und auch Kartoffeln (20,4 Prozent). Günstiger wurden dagegen Molkereiprodukte (einschließlich Eier) mit minus 3,9 Prozent und Fischprodukte (minus 2,1 Prozent). Bei alkoholfreien Getränken gaben die Preise um 3,7 Prozent nach. Insbesondere Bohnenkaffee (minus 3,6 Prozent) wurde billiger. Das vorweihnachtliche Backvergnügen wird dieses Jahr etwas getrübt, da Zutaten wie Mandeln, Nüsse oder Kokosraspeln (40,5 Prozent), Trockenobst wie z.B. Rosinen (8,2 Prozent) oder Gewürze (2,0 Prozent) sich spürbar verteuert haben. Als Gründe gelten unter anderem eine gestiegene weltweite Nachfrage und Missernten in bestimmten Erzeugerländern. Dagegen sanken die Preise für Zucker (minus 4,7 Prozent) oder Butter (minus 1,7 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete einschließlich Nebenkosten) stiegen die Preise um 1,1 Prozent. Bekleidung und Schuhe verteuerten sich um 1,2 Prozent. In der Gastronomie des Südwestens stiegen die Preise um 2,1 Prozent. Günstiger wurden dagegen Unterhaltungselektronik (minus 2,6 Prozent) und Telefongeräte (minus 2,5 Prozent). Auch für Wintersportgeräte musste im Vergleich zum Vorjahr weniger bezahlt werden (minus 2,6 Prozent).


Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2015 erhöhte sich der Heizölpreis um 2,1 Prozent. Kraftstoffe verteuerten sich um 1,3 Prozent. Insbesondere der Dieselpreis legte merklich zu (2,3 Prozent). Bei den Nahrungsmitteln (0,2 Prozent) haben speziell die Preise für Obst mit 4,5 Prozent und für Speiseefette und –öle mit 1,3 Prozent angezogen. Günstiger wurde dagegen Gemüse (minus 2,4 Prozent). Nachgegeben haben die Preise für Bekleidung und Schuhe (minus 1,1 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Reisen verteuerten sich Pauschalreisen saisonbedingt um 2,6 Prozent. Flugtickets (minus 2,9 Prozent) und Übernachtungen in Baden‑Württemberg (minus 2,3 Prozent) wurden dagegen billiger. Auch bei Wintersportartikeln kam es zu ersten Preisrückgängen (minus 0,9 Prozent).

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Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg,  30. November 2015 – Nr. 318/2015

 

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