Die neue Studie „Nachfolgemonitor 2019“ ist online

Demographie gefährdet Nachfolgen

Die neue Studie  „Nachfolgemonitor 2019“ zeigt die angespannte Lage im deutschen Mittelstand.
Der gemeinsam vom Verband Deutscher Bürgschaftsbanken, Creditreform Rating und dem KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM Hochschule erstellte Nachfolgemonitor 2019 wurde am 03. September veröffentlicht und steht kostenlos zum Download unter www.nachfolgemonitor.de bereit.

Baden-Württemberg wird – wie ganz Deutschland – immer älter. Niedrige Geburtenraten und die steigende Lebenserwartung treiben das Durchschnittsalter nach oben. Daher suchen immer mehr mittelständische Unternehmen einen Übernehmer, so der Nachfolgemonitor. Der demografische Wandel spiegelt sich auch in den Genehmigungen und im Finanzierungsvolumen der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg wieder.

Stuttgart ist spitze
Innerhalb von Baden-Württemberg ist die Nachfolgeaktivität in den einzelnen Landkreisen dabei unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Regionen um die Landeshauptstadt Stuttgart und der Südliche Oberrhein führen dabei die Liste der stärksten Nachfolgeaktivitäten an.

In Baden-Württemberg kommen die Übernehmenden in circa einem Drittel aller Fälle nicht aus dem gleichen Landkreis, in dem sich das Unternehmen befindet, nur circa sechs Prozent stammen aber aus einem anderen Bundesland. Die Herkunft des Übernehmenden kann verschiedene Gründe haben. Allerdings kann die relativ hohe Anzahl von Übernehmenden aus anderen Landkreisen im Zusammenhang mit dem hohen Durchschnittsalter der Übergebenden auch als Indiz für Schwierigkeiten bei der Nachfolgersuche gewertet werden. Insbesondere kleinere Betriebe haben es oft schwer, einen geeigneten Übernehmer zu finden.

Hoher Frauenanteil im Südwesten
Wie in Deutschland insgesamt ist auch in Baden-Württemberg der relative weibliche Anteil an Nachfolgern zwischen 20 und 29 Jahren bezogen auf die einzelnen Dekaden größer als derjenige der Männer. Außerdem liegt hier in einigen der Landkreise mit hoher Nachfolgeaktivität der Anteil der Übernehmerinnen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Nachfolgerinnenquote erreicht in Konstanz und Ludwigsburg sogar die 30-Prozent-Marke und befindet sich damit auf dem Niveau der Quote der Frauen in Führungspositionen.

„Der Nachfolgemonitor belegt die zunehmende Bedeutung aber auch die Herausforderung für den Standort Baden-Württemberg. Aufgrund von Vollbeschäftigung sind in stärkerem Maße Frauen sowie Übernehmer/innen aus anderen Bundesländern und dem Ausland zu mobilisieren. Gelingen die Nachfolgen, sichern wir die Betriebe und deren Arbeitsplätze auch für die Zukunft. Daher ist es wichtig, dass wir diesen Transfer mit den maßgeschneiderten Förderangeboten der Bürgschaftsbank und der L-Bank bestmöglich unterstützen. Darüber hinaus leisten wir mit dem Beteiligungskapital der MBG und unseren Bürgschaften in enger Partnerschaft mit der L-Bank, die attraktive Förderdarlehen für diese Zielgruppe anbietet, bereits einen wichtigen Beitrag dazu“, so Guy Selbherr.


Die vollständige Pressemitteilung des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken finden Sie unter: www.vdb-info.de/aktuelles.
Den Nachfolgemonitor finden Sie unter: www.nachfolgemonitor.de.

Quelle: Verband Deutscher Bürgschaftsbanken

 

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