Mehr Ausbildungsstellen, etwas weniger Arbeitsstellen

• 209.616 Arbeitslose im August 2019
• Quote erhöht sich auf 3,3 Prozent
• Jugendarbeitslosigkeit steigt auf 3,3 Prozent

Arbeitslosigkeit hat kräftig zugenommen
Ende August wurden 209.616 Arbeitslose gezählt, 8,1 Prozent mehr als im Vormonat und 2,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.
105.387 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 104.229 auf die Grundsicherung (Jobcenter).
Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent nach 3,3 Prozent im Vorjahr.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist großenteils saisonal bedingt“, erklärt Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. „Jugendliche haben sich nach dem Ende des Schuljahres für eine Übergangszeit arbeitslos gemeldet und Arbeitgeber waren aufgrund jährlich wiederkehrender Betriebsferien zurückhaltend mit Neueinstellungen. Einige Arbeitgeber, vor allem im Produktions- und Fertigungsbereich, reagieren aber auch auf die abflauende Konjunktur.“
Anders stelle sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt dar. Hier ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber ohne Ausbildungsplatz auf rund 11.500 etwas gesunken, die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen dagegen weiter auf fast 25.000 gestiegen.
„Jugendliche und junge Erwachsene sollten sich überlegen, ob eine Fachausbildung, die den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entspricht, nicht eine gute Alternative zum Studium sein kann“, gibt Rauch zu bedenken. „Wir setzen auf eine möglichst frühe Information über Berufe in den Schulen. Denn die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen, und diese werden in einigen Branchen nach wie vor dringend gesucht.“

Hohe Dynamik der Arbeitslosigkeit
Im Laufe des Monats haben sich 71.353 Personen arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig konnten 55.509 ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Diese umfangreichen Bewegungen machen die hohe Dynamik des Arbeitsmarktes deutlich.

Uneinheitliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Die Arbeitslosigkeit der Männer stieg gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent, die der Frauen nahm um 0,4 Prozent zu.
Bei den Jugendlichen erhöhte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent. Ihre Arbeitslosenquote lag bei 3,3 Prozent, gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Im August gab es bei den älteren Arbeitslosen ab 50 Jahre 2 Prozent mehr als vor einem Jahr, bei den schwerbehinderten Arbeitslosen einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent.

Stellenbestand im Vorjahresvergleich zurückgegangen
Im Monatsverlauf meldeten die Arbeitgeber im Land 28.428 Stellen. Am Monatsende konnten die Vermittlungsfachkräfte aus einem Fundus von 110.395 offenen Stellen schöpfen, 6,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Mehr Beschäftigte als vor einem Jahr
Ende Juni 2019 arbeiteten in Baden-Württemberg 4,75 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig, 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Die Branche Information und Kommunikation profitierte am stärksten (+5,3 Prozent). Schlusslicht war der Bereich Arbeitnehmerüberlassung (-14,9 Prozent).

Quelle: Agentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg, Pressemitteilung Nr. 34/2019

 

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