Verbraucherpreisindex im Südwesten steigt im März um 1,6 Prozent

Tempo des Preisanstiegs lässt wieder etwas nach

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes erhöhte sich im März 2017 der Verbraucherpreisindex nach vorläufigem Stand in Baden‑Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent. Damit hat die Dynamik der Preissteigerung wieder etwas nachgelassen, nachdem im Februar die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent gestiegen waren. Gegenüber dem Vormonat Februar stiegen die Preise um 0,3 Prozent.

Befeuert wird die Gesamtentwicklung insbesondere durch den starken Preisanstieg bei Heizöl (22,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) und Kraftstoffen (12,3 Prozent). Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge der Anstieg der Verbraucherpreise mit 1,0 Prozent merklich niedriger. Bei den Kraftstoffen zog der Dieselpreis mit 15,0 Prozent etwas stärker an als der Preis für Superbenzin (11,8 Prozent). Bei anderen Energiearten war die Preisentwicklung uneinheitlich. Während für Strom (0,6 Prozent) und Brennholz bzw. Holzpellets (2,4 Prozent) teilweise deutlich mehr bezahlt werden musste, sanken die Preise für Fernwärme (−3,0 Prozent) und Gas (−7,8 Prozent) kräftig.

Merklich teurer als im März des Vorjahres wurden auch Nahrungsmittel (2,1 Prozent). Insbesondere legten die Preise für Speisefette und –öle mit 15,5 Prozent erheblich zu. Preisanstiege gab es auch bei Fischprodukten (3,8 Prozent) und Molkereiprodukten (einschließlich Eier) mit 3,2 Prozent. Billiger wurde dagegen Obst (−1,0 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Nebenkosten) stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 1,3 Prozent. Angezogen haben insbesondere die Trinkwassergebühren (2,0 Prozent). Bekleidung und Schuhe verteuerten sich um 3,7 Prozent. Die Preise für Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich Gesundheit legten um 2,8 Prozent zu. Bei den Ausgaben rund um das Reisen sanken die Preise für Pauschalreisen um 7,1 Prozent und Flugtickets wurden um 3,8 Prozent billiger. Verteuert haben sich dagegen die Preise für Übernachtungen in Baden‑Württemberg um 2,9 Prozent und für Fahrten mit der Bahn musste 1,7 Prozent mehr bezahlt werden. Deutlich teurer wurden auch Taxifahrten mit einem Anstieg von 4,0 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat Februar 2017 sank der Preis für Heizöl um 5,0 Prozent. Auch bei Kraftstoffen gaben die Preise im Vergleich zum Vormonat wieder nach (−2,3 Prozent). Deutlich teurer wurden Brennholz bzw. Holzpellets (3,5 Prozent).

Die Preise für Nahrungsmittel sanken um 1,6 Prozent. Billiger wurde insbesondere Gemüse mit einem Preisrückgang von 11,5 Prozent. In den Vormonaten war der Gemüsepreis aufgrund einer Kältewelle in Südeuropa noch stark angezogen. Deutlich teurer wurden saisonbedingt Bekleidung und Schuhe (11,5 Prozent). Hier wirkte sich die Umstellung auf die neue Sommerkollektion aus. Zugelegt haben auch die Preise für Schmuck und Uhren (1,2 Prozent) und für Übernachtungen in Baden‑Württemberg (1,0 Prozent).

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Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Pressemitteilung 75/2017

 

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