Wachstum im Südwesten weiterhin positiv

Baden-Württembergs Wirtschaftsleistung stieg 2018 preisbereinigt um 1,5 % und liegt damit leicht über dem Deutschlandwert

Nach den heute vom Arbeitskreis »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« unter Vorsitz von Präsidentin Dr. Carmina Brenner veröffentlichten vorläufigen Wirtschaftszahlen auf Länderebene für 2018 hat sich das bereits im ersten Halbjahr festgestellte positive Wachstum der baden-württembergischen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2018 fortgesetzt, wenn auch mit leicht nachlassender Dynamik. Für Baden-Württemberg wurde ein Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,5 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ermittelt. Für Deutschland wurde 2018 eine Zunahme des preisbereinigten BIP in Höhe von 1,4 % ausgewiesen. Im Bundesländervergleich lag die Wachstumsrate Baden-Württembergs im Gesamtjahr 2018 somit im mittleren Bereich.

Nominal, das heißt ohne die Preisentwicklung zu berücksichtigen, wuchs das baden-württembergische BIP – als Maß für die hier zu Lande insgesamt erstellten Waren und Dienstleistungen – im Jahr 2018 um 3,3 % auf über 511 Milliarden (Mrd.) Euro. Das entspricht einem Anteil von 15,1 % am Bruttoinlandsprodukt Deutschlands. Gemessen an der Wirtschaftsleistung ist der Südwesten damit nach Nordrhein-Westfalen (705 Mrd. Euro) und Bayern (625 Mrd. Euro) das drittstärkste Bundesland. Zusammen erwirtschafteten diese drei Länder 2018 mehr als die Hälfte (54,4 %) des deutschen Bruttoinlandsprodukts.

Dienstleistungsbereiche als Wachstumstreiber

Als Wachstumstreiber erwiesen sich 2018 die »Dienstleistungsbereiche« mit rund 1,7 % Anstieg der preisbereinigten Bruttowertschöpfung (BWS) gegenüber dem Vorjahr, bei einem Anteil von 59,1 % an der nominalen BWS Baden-Württembergs. Darunter trugen die beiden Wirtschaftsbereiche »Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen« mit 2,1 % realem BWS Zuwachs bei einem nominalen Anteil von 22,8 % sowie »Handel, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation« mit real 1,9 % Plus und einem Anteil von 18,7 % an der nominalen BWS am stärksten zum Wachstum bei.

Einen geringeren Zuwachs musste 2018 das baden-württembergische »Verarbeitende Gewerbe« verzeichnen, dessen Anteil an der BWS in jeweiligen Preisen 33,3 % betrug. Mit einem Plus von 1,1 % der preisbereinigten BWS lag dieser leicht über dem Bundeswert insgesamt von 1,0 %. Ausschlaggebend für das vergleichsweise schwächere Wachstum der Südwestindustrie 2018 war unter anderem der gedämpfte Wachstumsbeitrag im Bereich des Fahrzeugbaus. Hintergrund dafür dürfte auch das neue aufwändigere europäische Prüfverfahren WLPT sein, das zu deutlichen Verzögerungen in der Produktion geführt hat.

Weitere Informationen gibt es hier.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Pressemitteilung 70/2019

 

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