Weniger Zeitarbeit, weniger Langzeitarbeitslose

• 184.983 Arbeitslose im November 2018
• Quote bleibt bei 3 Prozent
• Jugendarbeitslosigkeit sinkt auf 2,2 Prozent
 
 
Arbeitslosigkeit hat leicht abgenommen
Ende November wurden 184.983 Arbeitslose gezählt, 0,7 Prozent weniger als im Vormonat und 6,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. 86.248 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 98.735 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3 Prozent nach 3,2 Prozent im Vorjahr.
„Auffällig ist, dass die Beschäftigung in der Zeitarbeit seit vier Monaten abnimmt. Momentan liegt der Rückgang bei sechs Prozent. Die Ursache dafür lässt sich noch nicht eindeutig beurteilen. Ein Grund könnte in der gesetzlichen Begrenzung der Verleihdauer im Zusammenwirken mit dem langfristigen Beschäftigungswachstum sein“, erklärt Christan Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. Erfreulich sei die Entwicklung bei Langzeitarbeitslosen. „Mit einem Rückgang der Langzeitarbeitslosen von über 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr haben wir ein gutes Stück Arbeit geschafft. Dieser Rückgang ist fast doppelt so stark im Vergleich zu allen Arbeitslosen.“
 
Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen geht gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent zurück.
 
Hohe Dynamik der Arbeitslosigkeit 
Im Laufe des Monats haben sich 60.020 Personen arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig konnten 61.278 ihre Arbeitslosigkeit beenden. Diese umfangreichen Bewegungen machen die hohe Dynamik des Arbeitsmarktes deutlich.

 
Uneinheitliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Die Arbeitslosigkeit der Männer sank gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent, die der Frauen ging um 7,2 Prozent zurück. Bei den Jugendlichen verringerte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent. Ihre Arbeitslosenquote lag bei 2,2 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Im November gab es bei den älteren Arbeitslosen ab 50 Jahre 4,6 Prozent weniger als vor einem Jahr, bei den schwerbehinderten Arbeitslosen einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent.
 
Stellenbestand im Vorjahresvergleich gestiegen 
Im Monatsverlauf meldeten die Arbeitgeber im Land 28.755 Stellen. Am Monatsende konnten die Vermittlungsfachkräfte aus einem Fundus von 112.809 offenen Stellen schöpfen, 4,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.
 
Mehr Beschäftigte als vor einem Jahr 
Ende September 2018 arbeiteten in Baden-Württemberg 4,73 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig, 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Branche Verkehr und Lagerei profitierte am stärksten (+4,9 Prozent). Schlusslicht war der Bereich Arbeitnehmerüberlassung (-6,1 Prozent).

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg,  Pressemitteilung Nr. 26 / 2018

 

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